Das Pferd in der Phase des Feuers

Mit einem scharfen Intellekt begabt ist ein Pferd dieses Jahrgangs, und mit ebenso scharfer Zunge kann es sich wehren, wenn ihm etwas nicht in den Kram passt. Deshalb sollte man sich nicht wundern, wenn dieser feurige Typ aus der Haut fährt, auch wenn man ihm seine große Reizbarkeit gar nicht ansieht. Denn auf den ersten Blick wirken Feuerpferde sogar ein wenig schüchtern und gehemmt. Doch so nach und nach, je länger man sie kennt, werden sie ihr Temperament entfalten.

Feuerpferde sind Heißblütler, deren nie abreißender Strom von gescheiten, aber auch verrückten Einfallen ihre Umgebung in den Bann zu ziehen weiß. Sie besitzen Ausstrahlung, Charme und ausgesprochene Anziehungskraft.

Hat das Feuerpferd aber einmal einen festen Vorsatz gefasst und will es etwas unbedingt durchsetzen, dann neigt es manchmal zu gewaltsamen Übergriffen. Unbeugsam hält es so lange an seinem Wunsch fest, bis anderen nichts mehr übrig bleibt, als sich ihm zu unterwerfen.

Dieser Wesenszug kann manchmal ein wenig furchterregend wirken, obwohl sich das Feuerpferd dessen meist gar nicht bewusst ist. Es steht einfach in Flammen und sieht und hört nichts mehr von anderen, so lange, bis es erreicht hat, was es will. Dabei hat es eine überaus vielschichtige Persönlichkeit, die ohne jede Schwierigkeit mehrere Dinge gleichzeitig in Gang bringen kann. Am liebsten würde ein Feuerpferd ein Dop pelleben führen, um all seine Interessen, seine Neigungen und Ziele unterbringen zu können. Wie alle Pferde jedoch braucht es ständig den Reiz des Neuen, um in Schwung zu bleiben, und hat Probleme, das Alte zu Ende zu führen. Sein Interesse ist schnell geweckt, verfliegt aber ebenso rasch.

Deshalb sollte sich ein Feuerpferd mehr um die Vertiefung seiner Angelegenheiten kümmern und grundsätzlich seine Organisation verbessern. Sonst wird es auf Dauer gesehen selbst von den Flammen verzehrt, die es nähren.