Das Pferd in der Phase des Holzes

Holzpferde sind lebhafte und amüsante Unterhaltungskünstler, die allerdings dazu neigen, ihre Mitteilungen wie Schlagzeilen aus der Regenbogenpresse aufzubauschen. Sie haben einen gewissen Hang zur Übertreibung und sind manchmal ziemlich maßlos. Doch da sie eine freundliche Ausstrahlung haben, sieht man über diese kleine Schwäche gern hinweg.

Das Holz befähigt den Pferdecharakter, strukturiert zu denken und eine gewisse Systematik zu entwickeln. Weniger chaotisch als seine übrigen Artgenossen, eignet sich ein Holzpferd auch eher zum Mitarbeiter, da es konsequenter und logischer agiert und auch die Inter essen anderer mit einbezieht. Geduld hat es dabei allerdings keine, und es kann auch ausgesprochen dominant wirken, wenn andere bei seinen gedanklichen Überlegungen nicht mitziehen. Doch ist es vernünftigen Vorschlägen gegenüber aufgeschlossen und kann sich Sachzwängen ohne große Probleme unterwerfen.

In den meisten Fällen sind Holzpferde progressiv. Alte Hüte können sie ohne weiteres ablegen, um für Neues Platz zu schaffen. Dies gilt in allen Bereichen des Lebens, mag es sich nun um überkommene Konventionen handeln, um Beziehungen, die ihren Sinn längst verloren haben, oder um veraltete Arbeitsmethoden. Ein Holzpferd macht immer kurzen Prozess und blickt ohne Nostalgie nach vorne.

Probleme vermeiden diese Menschen dabei nach Möglichkeit. Ein Grund dafür, dass sie die gleichen Fehler immer und immer wieder begehen. Sie weigern sich einfach, zurückzuschauen und so möglicherweise den Kern ihrer Schwierigkeiten zu entdecken. Holzpferde bevorzugen wie alle anderen Pferde den Ortswechsel. Stetigkeit stellt ein großes Problem für sie dar, denn alles Neue versetzt sie in den Rausch der Begeisterung, während das Alte nur tiefe Beklemmung in ihnen auslöst.

Doch trotz aller dieser Schwierigkeiten haben Holzpferde ein glückliches und heiter veranlagtes Temperament, das sie befähigt, immer wieder die Ärmel hochzukrempeln und von vorne anzufangen, auch wenn alles schief gelaufen ist.